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Das 2. Trimester

Endlich im zweiten Trimester angekommen! Schon in meiner ersten Schwangerschaft war das meine liebste Zeit des Schwangerseins. Jetzt ist die kritische Zeit überstanden, es wissen alle Bescheid, der Bauch ist zu sehen aber noch nicht allzu gross und schwer und ich kann die Schwangerschaft einfach geniessen. Was mich in diesem Stadium meiner Schwangerschaft beschäftigt, welche Wehwehchen mich quälen und meine persönlichen Tipps für diese Zeit, liest du hier im zweiten Eintrag meines Schwangerschaftstagebuchs.

Die ersten Tritte spüren

Das schönste am zweiten Trimester? Definitiv die ersten Tritte zu spüren! Es ist ein unvergleichliches und magisches Gefühl, einen kleinen Menschen in sich zu spüren. Mir ging es da wie fast allen Schwangeren – ich war erst nicht sicher, ob das tatsächlich Bewegungen des Babys sind oder doch etwas anderes. Diese Unsicherheit legte sich, als dieses Kribbeln immer regelmässiger und stärker wurde. Und schon bald, in meinem Fall in der 20. Schwangerschaftswoche, konnte ich die Babytritte auch von aussen spüren. Auch Papi musste nicht lange auf den ersten Tritt warten.

Eine echte Gefühlsachterbahn

So eine Schwangerschaft macht doch so einiges mit einem, oder? Himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt in 0,1 Sekunden? Ja klar, im zweiten Trimester gerne auch mehrmals täglich. Es gibt Tage, da fühlt es sich wirklich etwa so an. Es gab Tage, da kamen mir einfach die Tränen und das ganz ohne Grund. Gehört halt irgendwie zur Schwangerschaft dazu. Genauso wie die intensiven Träume, die ich fast jede Nacht hatte. Trotzdem war ich froh, als sich gegen Ende des Trimesters die Hormone eingependelt zu haben schienen und ich mich wieder wie ich selbst fühlte.

Mädchen oder Junge?

Die meisten werdenden Eltern erfahren das Geschlecht ihres Babys im zweiten Trimester der Schwangerschaft – sofern sie das möchten natürlich. Wir wollten es! Das Geschlecht meines ersten Kindes habe ich damals in der 18. Schwangerschaftswoche während der Vorsorgeuntersuchung erfahren. Es war eindeutig ein kleiner Junge. Ich hoffte also auch dieses Mal auf ein eindeutiges Outing, denn ich war so gespannt, es zu erfahren. Doch es kam, wie es kommen musste und das erhoffte eindeutige Outing blieb aus. Eine Tendenz, mehr nicht. Also weitere 4 Wochen warten bis zum nächsten Vorsorgetermin, dem grossen Organscreening. Während dieser Zeit wurde ich aber nicht wie erwartet immer neugieriger – im Gegenteil. Mir wurde immer mehr bewusst, dass das Geschlecht absolut keine Rolle spielt und ich mir beides sehr wünschen würde. Trotzdem haben mein Partner und ich uns entschieden, das Geschlecht vor der Geburt erfahren zu wollen. Die Tendenz von der letzten Untersuchung wurde in der 22. Schwangerschaftswoche bestätigt – wir bekommen ein Mädchen!

Die Namensfindung

Spätestens jetzt macht man sich Gedanken über mögliche Namen für das Baby. Für uns war jetzt klar, dass es unser bereits ausgesuchter Mädchenname sein wird. Denn die Namen hatten wir tatsächlich bereits sehr früh und noch vor dem Outing festgelegt. Ich machte Vorschläge und mein Partner lehnte sie entweder ab oder der Name kam auf unsere Liste. Die Liste existierte irgendwann nicht mehr nur im meinem Kopf, sondern ich habe mir die potenziellen Namen in den Notizen auf dem Smartphone gespeichert. Zumindest die Jungennamen. Denn der Mädchenname war sehr schnell und sehr eindeutig gefunden. Andere Paare machen jeweils eigene Listen und tauschen sie dann aus. Oder man nutzt Namensfinder** oder Namensfindungs-Apps, die Spass machen und inspirieren. Leider gestaltet sich das Ganze nicht immer so einfach. Aber hey, es ist doch schlussendlich eine wunderbare Aufgabe, einem kleinen Menschen einen Namen geben zu dürfen, oder?

Meine Wehwehchen im zweiten Trimester

Ich darf eine bisher wirklich tolle Schwangerschaft und ein besonders tolles zweites Trimester erleben, wofür ich äussert dankbar bin. Das heisst aber nicht, dass mich keine kleinen Wehwehchen plagen. Da wäre zum Beispiel dieses Sodbrennen, das mich manchmal nervt und manchmal regelrecht fertig macht. Ich schlafe auf insgesamt 3 Kissen, weil es mir sonst komplett den Schlaf rauben würde. Aber es ist zum Glück nicht jeden Tag gleich stark und Mandeln zu essen hilft mir auch echt gut. Wogegen ich leider kein ultimatives Hausmittel habe, sind die Rücken- und Ischiasschmerzen, die seit den letzten Tagen des zweiten Trimesters immer mal wieder auftreten. Doch alles in allem bin ich echt topfit. Und weil ich weiss, dass es noch anders kommen wird, habe ich diese Phase der Schwangerschaft besonders genossen und mich nur auf ihre schöne Seiten konzentriert.

Meine 3 Must-Haves für das 2. Trimester

  • Hausmittel gegen Sodbrennen: Mir persönlich helfen Mandeln sehr gut. Finde heraus, was dir hilft, z.B. Milch, Haferflocken oder Ingwer.
  • Still-BH: Schon während der Schwangerschaft trage ich ihn täglich. Er ist bequem und bügellos, was mit dem grösser werdenden Bauch wichtig wird.
  • Smartphone-Kamera: Irgendwann werde ich glücklich darüber sein, dass ich Bilder von mir mit Babybauch habe. Auch wenn es bisher nur Spiegel-Selfies sind.