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Schlafmangel nach der Geburt: Wie überlebe ich das?

Eines der Hauptthemen in der Zeit rund ums Wochenbett ist der Schlafmangel der Mütter. Schon ein paar Wochen vor der Geburt schlafen die meisten Schwangeren nicht mehr gut. Sozusagen als Vorbereitung auf die Nächte nach der Geburt.

Einmal auf der Welt, möchte das Baby am Liebsten alles so wie gehabt. Warm, eng, geräuschvolle Herztöne und ständiges Essen. Wir tun gut daran, die Gebärmutter zu imitieren, indem wir dem Baby genau das geben, was es schon kennt. Wärme, den Herzschlag der Mutter hören, viel Hautkontakt, stillen im Zweistunden-Takt und eine gewisse Enge oder Umgrenzung. Babys Bäuchlein vermag noch keine Unmengen an Milch zu fassen und deshalb meldet sich das Kind ca. zweistündlich.

Trotz Nächten, die zweistündlich vom neuen Erdenbürger unterbrochen werden, wird ein Programm in Kraft gesetzt, das die stillende Mutter diese schöne Zeit überleben lässt. Oxytocin heisst das Zauberhormon – das Liebeshormon, das beim Stillen ausgeschüttet wird. Oxytocin sorgt auch beim Baby für ein wohliges Liebesgefühl. Stillende Mütter und deren Babys werden sozusagen belohnt mit Liebesgefühlen für unterbrochene Nächte. Aber auch Mütter, die nicht stillen können oder wollen, haben Vorteile. Pulvermilch ist etwa so wie ein schweres Weihnachtsessen, das man dosieren kann. Diese Babys schlafen länger, was wiederum auch die Mutter länger schlafen lässt.

Vom Durchschlafen reden wir, wenn ein Baby sechs Stunden am Stück schläft.

Untenstehend einige Richtwerte:

Babys bis 3 Monate schlafen 14- 17 Stunden,
4-11 monatige Säuglinge schlafen 12- 15 Stunden,
1-2 jährige Kleinkinder schlafen 11- 14 Stunden,
3-5 jährige Kleinkinder schlafen 10-13,
6-13 jährige Schulkinder sollten 9-11 Stunden schlafen und
Erwachsene 7-9 Stunden.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen erholsame, warme Winternächte!
Psst: Licht abstellen, Computer und Handys aus.