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Das 3. Trimester

Der Endspurt und gleichzeitig das längste der Trimester. Denn es dauert tatsächlich (und nicht nur gefühlt) länger als die anderen. Das Kind legt nochmal ganz schön an Gewicht zu und für Mami wird alles immer etwas anstrengender. Doch auch die Vorfreude ist jetzt am grössten und das kleine Wunder wird sehnsüchtig erwartet.

Beschwerden und Komplikationen

Tatsächlich bin ich doch ziemlich erstaunt, wie gut ich mich auch in den letzten Wochen dieser Schwangerschaft fühle. Während meiner ersten Schwangerschaft plagten mich in diesem Stadium mehr Beschwerden. Ich hatte damals sehr mit Rückenschmerzen und Wassereinlagerungen zu kämpfen. Dieses Mal plagt mich der Rücken nur, wenn ich mich überanstrenge. Das versuche ich deshalb so gut es geht zu vermeiden. Ich versuche nicht schwer zu tragen, gehe nicht mehr für mehrere Stunden spazieren und langes Stehen vermeide ich ebenfalls wenn immer möglich. Zudem mache ich zu Hause ab und zu leichtes Schwangerschaftsyoga. In meinem Fall hilft das, die Rückenbeschwerden im Zaum zu halten. Wassereinlagerungen habe ich in dieser zweiten Schwangerschaft kaum. Das Sodbrennen, über das ich im 2. Trimester berichtet habe, ist noch immer da. Sonst gibt es kaum etwas, über das ich mich beschweren könnte.

Eigentlich stand in der 36. Schwangerschaftswoche meine letzte Untersuchung bei der Frauenärztin an. Sie stellte aber während dieser Vorsorgeuntersuchung eine erhöhte Fruchtwassermenge fest. Polyhydramnion wird diese Schwangerschaftskomplikation genannt. Mittels einer Blutuntersuchung wurde dann eine Infektion ausgeschlossen. Welche Gründe für das viele Fruchtwasser verantwortlich sind, das wird man mit hoher Wahrscheinlichkeit nie herausfinden. Trotzdem wird das Ganze im Auge behalten und ich habe noch eine weitere – dann aber hoffentlich wirklich letzte – Untersuchung bei der Gynäkologin.

Der Nestbautrieb und die Vorbereitungen auf das Wochenbett

Er hat mich nochmal richtig gepackt, der Nestbautrieb! Bevor ich kurz vor der Geburt zur Ruhe komme, wird nochmal alles auf den Kopf gestellt. Alles wird umdekoriert, grundgereinigt und die Babysachen werden (erneut) gewaschen. Schliesslich will ich auf das Wochenbett vorbereitet sein. Ich weiss, dass ich dann wenig Zeit für Haushalt & Co. haben werde. Zudem ist während meines Wochenbettes Weihnachten und auch da will ich vorbereitet sein. Die Geschenke sollen nämlich im Idealfall noch vor der Geburt besorgt, gebastelt und verpackt sein. So zumindest mein Plan.

Für das Wochenbett habe ich mir ein paar Dinge besorgt, die ich für mich brauchen werde. Dazu gehören Wochenbettbinden, Stilleinlagen und Kompressen für wunde Brustwarzen. Vorgekocht habe ich nichts. Jedoch habe ich meinen Mann darauf vorbereitet, dass er in dieser Zeit auch in der Küche eingespannt wird. Ausserdem soll unser Besuch nach der Geburt ruhig auch mal Essen mitbringen 🙂

Das Geschwisterkind vorbereiten

„Und, freut er sich auf das Baby?“. Diese Frage wurde mir sehr häufig gestellt. Die Antwort darauf ist aber nicht so einfach. Schliesslich ist der werdende grosse Bruder gerade mal 2 Jahre alt. Er weiss, dass ein Baby im Bauch von Mami ist und dass es da bald rauskommt. Er redet auch davon, wie er helfen möchte das Baby zu baden und zu wickeln und wie er den Kinderwagen schieben und den Nuggi geben möchte. Es ist zuckersüss. Doch ob er wirklich weiss, was auf ihn, und uns alle, als bald vierköpfige Familie zukommt? Dass bald ein Baby jeden Tag, den ganzen Tag und für immer bei uns sein wird? Das weiss ich nicht.

Ich habe mich gefragt, wie ich ihn auf das Bevorstehende vorbereiten kann. Wir reden immer mal wieder über „das Baby“ und wir haben ihm ein Buch zum Thema geschenkt. Der Bauch wird immer grösser und natürlich bekommt er das auch mit. Er soll von Anfang an eingebunden werden und deshalb haben wir auch gemeinsam das Beistellbett aufgebaut und Babywäsche gefaltet. Ich will ihn aber nicht mit zu viel Information überfordern oder die Schwangerschaft zu sehr in den Vordergrund rücken. Deshalb lassen wir es ansonsten einfach auf uns zukommen.

Babyzimmer und Erstausstattung

Beim zweiten Kind ist alles etwas anders. Und viiiel einfacher. Zum einen hat man schon vieles und zum anderen weiss man bereits, was man mit einem Neugeborenen braucht und was nicht. Obwohl wir dieses Mal ein Mädchen bekommen, habe ich kaum Kleidung dazugekauft. Denn Babykleidung in kleinen Grössen ist zum Glück oft unisex. Und wenn sie dann mal blau statt rosa trägt, dann ist das auch nicht schlimm. Nur Mütze und Handschuhe mussten neue her. Für ein Winterbaby kann ich neben Langarm-Bodys, Langarm-Pyjamas, einem Schlafsack und Strumpfhosen auch eine Einschlagdecke für die Autoschale und einen Fusssack für den Kinderwagen empfehlen.

Wichtig war mir, ein besseres Tragetuch zu besorgen. Ein qualitativ hochwertiges elastisches Tuch, das vor allem für die erste Zeit gedacht ist, wenn das Baby noch nicht so schwer ist. Ausserdem möchte ich das Tragen mit einer Ring Sling ausprobieren. Die Babytrage, die ich schon habe, wird aber früher oder später bestimmt auch wieder zum Einsatz kommen. Das Tragen stärkt die Bindung, kann bei Bauchschmerzen helfen und ist oft auch einfach praktisch – besonders wenn man noch ein Kleinkind an der Hand hat.

Das Baby wird vorerst kein eigenes Zimmer haben. Es wird sowieso die erste Zeit, vermutlich das erste Jahr, bei uns im Zimmer schlafen. Danach schauen wir weiter. Die Wickelkommode, die bisher im Kinderzimmer vom Grossen stand, hat in einem anderen Zimmer der Wohnung ihren Platz gefunden.

Von mir aus kann es jetzt losgehen!

Meine 3 Must-Haves für das 3. Trimester

  • Grosse Tasche oder kleiner Koffer: Denn im 3. Trimester sollte die Kliniktasche gepackt werden und für den Ernstfall bereitstehen.
  • Fitness-Matte: Ob für Schwangerschaftsyoga oder später Rückbildungsgymnastik – oder um sich draufzulegen, wenn mal wieder etwas im Rücken klemmt.
  • Unterstützung: Organisiere schon mal Unterstützung für dein Wochenbett. Egal ob Hebamme, Familie oder Freunde. Helfende Hände und offene Ohren kann man immer gebrauchen.