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Das 3. Trimester – wie bereite ich mich optimal für die Geburt vor?

Irgendwann in der Mitte der Schwangerschaft wünschte ich mir, das Ende wäre schon näher. Gerade als ich um die 20. Schwangerschaftswoche war, dachte ich, huh, es geht ja noch so lange. Und jetzt, in der Mitte des 3. Trimesters angelangt, geht alles so schnell. Man spricht von Endspurt. Und ja, es hat was. Der Bauch wächst mehr und mehr, ich fühle mich ab und zu als Walfisch, es gibt noch so viel zu erledigen und vorzubereiten – denn bald gilt es ernst. Und dann ist da noch die Angst, ob ich bereit bin!

Im 3. Trimester angekommen: der Bauch wächst, der Alltag wird schwerfälliger

Gerade noch fühlte ich mich gut, Sport war noch relativ machbar, der Haushalt auch. Nun ist Staubsaugen schwierig, Fussnägel schneiden eine Herausforderung und ich fühle mich mehr und mehr müde und schwach. Der Körper wird gebraucht! Das merke ich beim Treppen steigen oder Velofahren.

Die Wehwehchen im 3. Trimester

Noch immer ist mein Eisenmangel vorhanden, trotz Tabletten. Wenigstens musste ich rund um die 30. Woche keinen Zuckertest machen, da ich ja nichts Süsses esse, besteht wenig Gefahr für eine Schwangerschaftsdiabetes. Vielleicht wegen dem fehlenden Eisen und tiefen Blutdruck habe ich hingegen ab und zu Schwächeanfälle. Es könnte aber auch daran liegen, dass ich einfach zu viel mache. Als arbeitende Mutter, mit bereits einem kleinen Kind, mit Haus und Garten, ist es einfach schwierig, genug zur Ruhe zu kommen. Ab und zu plagen mich auch das Sodbrennen sehr und der untere Rücken schmerzt auch immer noch. Die Akupunktur und Massagen bei der Physiotherapie helfen mir dabei, es zu lindern. Zudem kommt ein psychischer Stress hinzu: es stehen wichtige Entscheidungen an. Noch immer haben wir uns nicht auf den Namen geeignet. Und langsam sollte ich mich für die Geburt vorbereiten.

Nesttrieb: Vorbereitung für die Geburt und das Spital

Beim ersten Kind habe ich einen regulären Geburtsvorbereitungskurs besucht, das war sicher eine gute Entscheidung. Jetzt beim zweiten wollte ich mehr und habe Hypnobirthing gelernt. Seither übe ich es mehrmals wöchentlich und höre Entspannungsmusik, um damit eine einfachere, schmerzfreiere Geburt zu haben. Ob es hilft, sehen wir dann. Ab der 34. Schwangerschaftswoche beginnt ausserdem der Endspurt, denn ab jetzt wird empfohlen, Himbeerblättertee zu trinken (um das Gewebe zu lockern), Flohsamen zu essen, mit der Dammmassage zu beginnen (damit man einen Dammschnitt verhindert). Ab der 37. Woche ist dann zusätzlich geburtsvorbereitende Akupunktur möglich. Natürlich mache ich das alles, ich will ja eine einfache Geburt. Im 3. Trimester beginnt auch der sogenannte Nesttrieb: dann, wenn die Mütter das Zimmer einrichten, die Babykleider ordnen und einkaufen, alles bereit legen und den Spitalkoffer packen. Ich will dieses Mal genug früh sein, denn mein erster Sohn kam Ende 38. Woche, da stand noch nicht mal der Wickeltisch im Zimmer.

Kleiner Tipp: Gerade in den ersten 3 Monaten wachsen Babys sehr schnell und Kleider werden schnell zu klein. Es lohnt sich, hier nicht alles neu in den Grössen 50/56 zu kaufen, sondern von Freunden auszuleihen.

Das Schönste am 3. Trimester: die Beziehung zum ungeborenen Kind aufbauen

Neben allem, was getan werden will und muss, gibt es im letzten Drittel der Schwangerschaft vor allem etwas, das ich wohl vermissen werde: Die Kindesbewegungen werden stärker, sie bekommen ein Muster. Immer mehr kenne ich so mein ungeborenes Kind und bin gespannt, wer da wohl zu uns stossen wird. Wenn die Fersen nun oben – endlich hat sich das Baby ja gedreht – am Bauch entlang fahren und ich sie zurückstossen kann. Wenn der ganze Bauch sich bewegt wie ein Wackelpudding, weil das Kind wohl spielt und sich bewegt. Oder wenn ich ihm die Musikdose mit der Schlafmusik vorspiele (in der Hoffnung, es schläft später besser ein, da es die Musik schon kennt). Dies alles ist etwas sehr Spezielles und ich bin froh, darf ich das erfahren. Nun gilt es abzuwarten, wann es losgeht. Ich bin ja so gespannt und freue mich. Irgendwie auch auf die Geburt, denn auch das ist ein absolut unvergessliches Erlebnis.

Meine Must-Haves im 3. Trimester:

Neben dem Schwangerschaftsöl, das ich auch im 3. Trimester täglich brauche, um meinen Bauch einzuölen und Himbeerblättertee sind insbesondere folgende Punkte wichtig für die Vorbereitung:

  • Leinsamen oder Flohsamen bei Verstopfung und zur Geburtsvorbereitung
  • Baby-Erstausstattung anschaffen (Kleider: ausleihen oder einkaufen): Kleidung in Grösse 50/56, Schlafsack, Mulltücher, Windeln, Badewanne, Babyöl etc.
  • Kliniktasche packen – Lieblingsmusik und kleine Snacks nicht vergessen