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Das 1. Trimester

Ich bin schwanger! Und das zum zweiten Mal. Ich schätze mich äusserst glücklich, dass ich dieses Abenteuer, diese Achterbahnfahrt, noch einmal erleben darf. In dieser zweiten Schwangerschaft werde ich meine ganz persönlichen Erfahrungen hier auf dem Lidl Family Blog mit Dir teilen. Ich plaudere aus dem Nähkästchen, berichte von den Arztbesuchen und schreibe über meine Gedanken – alles zum Thema Schwangerschaft. In diesem ersten Beitrag erzähle ich von den ersten Schwangerschaftsanzeichen, von der Übelkeit oder auch vom Moment, als wir unser kleines Geheimnis unserem Umfeld mitgeteilt haben.

Die ersten Anzeichen und der Schwangerschaftstest

Als wir uns entschieden haben, dass wir ein zweites Kind möchten, dachte ich, ich wäre auf alles bestens vorbereitet. Schliesslich habe ich ja bereits eins davon. Also weiss ich auch, wie es sich anfühlt, schwanger zu sein. In der ersten Schwangerschaft wusste ich nämlich wirklich schon vor dem positiven Test, dass ich schwanger bin – es war damals eindeutig. Dieses Mal war ich gegen Zyklusende sicher, dass ich bald meine Tage bekommen werde. Denn da war nichts. Absolut gar nichts, was auf eine mögliche Schwangerschaft hätte hindeuten können. Kein Brustspannen, kein Ziehen und Ziepen im Unterleib und auch sonst fühlte ich mich einfach echt unschwanger. Als die Periode trotzdem ausblieb, entschloss ich mich einen Test zu machen, der dann tatsächlich positiv ausfiel.

Die Beschwerden in den ersten 12 Wochen

Leider blieb ich nicht lange so frei von Schwangerschaftssymptomen, denn schon bald war die Übelkeit da. Ab der 6. Schwangerschaftswoche war mir täglich übel und das leider auch nicht nur morgens. Den Tag überstand ich, indem ich mindestens jede Stunde etwas Kleines gegessen habe und grosse Mahlzeiten vermieden habe. Ich ernährte mich an den meisten Tagen von Brot, Crackern und Kartoffelstock. Ich versuchte mir nichts anmerken zu lassen und die Tage mit meinem zweijährigen Sohn so zu verbringen, wie sonst auch. Das war nicht einfach und gelang mir nicht immer gleich gut. Oft hatte ich ein richtig schlechtes Gewissen meinem Kind und meinem Partner gegenüber, denn teilweise war ich (zumindest gefühlt) zu nichts zu gebrauchen. Ich war heilfroh, als die Übelkeit, nach zum Glück nur kurzer Zeit, wieder besser wurde. Doch wirklich davon erholen konnte ich mich nicht, denn als die Übelkeit weg war, wurde ich von der Müdigkeit überrollt. Ich hätte wohl den ganzen Tag schlafen können. Aber auch das liegt mit einem Kleinkind einfach nicht drin. Also hielt ich durch. Mit dem Beginn der 12. Schwangerschaftswoche war all das wie verflogen und ich fühlte mich wie ein neuer Mensch. Ich hätte Bäume ausreissen können!

Die kritische Phase

Neben den körperlichen Beschwerden machen sich im 1. Trimester auch immer wieder Ängste breit, dass etwas passieren könnte. Schliesslich weiss ich ja, dass ein Abort in den ersten Wochen nicht ungewöhnlich ist. Das Risiko besteht nun mal immer. Natürlich bringen diese Gedanken nichts, ausser Unsicherheit. Ich versuchte, nicht zu oft an ein solches Szenario zu denken, wollte aber auch noch keine ganze Erstausstattung besorgen. Beides fühlte sich für mich nicht richtig an. Also freute ich mich schwanger zu sein und teilte diese Freude mit meinem Partner. Sonst jedoch sollte noch niemand davon erfahren.

Wann sage ich es wem?

Noch bevor ich schwanger wurde, habe ich mir verschiedene Varianten ausgedacht, wie ich es meinem Partner erzählen könnte, wenn es denn so weit sein sollte. Emotional, originell und für immer in Erinnerung bleibend. Naja, so war zumindest der Plan. Als es dann tatsächlich soweit war, hielt ich ihm einfach nur den positiven Schwangerschaftstest hin. Und es war trotzdem emotional und wird für immer in unserer Erinnerung bleiben.

Nach einigen Wochen wollte ich es endlich unserem Sohn sagen. Ich weiss nicht, ob er das mit seinem nicht einmal 2 Jahren versteht, aber ich wollte, dass er endlich in unser kleines „Familiengeheimnis“ eingeweiht wird.

Unseren Freunden und Familien wollten wir es erst nach den ersten 12 Wochen verraten und daran hielten wir uns auch. Nach dem unauffälligen Ersttrimestertest beim Frauenarzt, in der 13. Schwangerschaftswoche, war ich bereit, es der ganzen Welt zu erzählen, angefangen mit unseren Eltern. Auch ihnen hätten wir es „einfach so“ erzählen können, haben uns aber etwas anderes ausgedacht. Unser Sohn trug beim Besuch bei unseren Eltern einen selbst beschrifteten Body auf dem stand „Grosser Bruder Dezember 2018“. Das hat mehr oder weniger so geklappt, wie wir uns das vorgestellt hatten und schlussendlich ist die Botschaft bei allen angekommen und man hat sich mit uns gefreut. Ganz egal wie und wann Ihr Euch entscheidet, es dem Umfeld mitzuteilen, es muss für Euch passen. Ihr möchtet diese freudige Neuigkeit nicht für Euch behalten und sie schon in der 7. Schwangerschaftswoche mit allen teilen? – Dann tut es! Wir haben uns entschieden, die ersten Monate abzuwarten, einfach weil es sich für uns, vor allem für mich, richtig angefühlt hat. Das heisst nicht, dass es sich das für Euch auch tun muss. Es gibt keinen richtigen oder falschen Zeitpunkt dafür.

Der Bauch wächst

In der zweiten Schwangerschaft geht das ja bekanntlich schneller, was ich nun durchaus bestätigen kann. Umstandsleggings fing ich schon nach wenigen Wochen an zu tragen, einfach auch, weil es viel angenehmer ist, wenn kein enger Hosenbund auf die wachsende Gebärmutter drückt. Ab der 10. Schwangerschaftswoche hatte ich das Gefühl, dass es offensichtlich ist. Da merkt doch jeder sofort, dass ich schwanger bin. Ich trug irgendwann immer das gleiche weite Top, das den Bauch so gut kaschiert, sodass ich dachte, dass mich bestimmt dieses Oberteil früher oder später verraten würde. Aber das tat es nicht. Ich durfte es noch für mich behalten, so wie ich das wollte.

Meine 3 Must-Haves für das 1. Trimester

  • Cracker: Wenn man eigentlich nichts runterkriegt aber nichts zu essen die ganze Schwangerschaftsübelkeit noch verschlimmert, dann half es mir, 1-2 Cracker (z.B. Naturacereal Sesam Cracker) zwischendurch zu essen.
  • Umstandshose: Das mag noch etwas früh für Umstandshosen erscheinen, aber sie sind ab einem gewissen Zeitpunkt einfach angenehmer zu tragen, als eine normale Hose. Besonders in der zweiten Schwangerschaft, wenn der Bauch schneller wächst.
  • Schwangerschaftsapp: Sie zeigt dir, in welcher Woche du dich befindest (damit du nicht immer selbst nachrechnen musst), wie sich das Baby entwickelt und welche körperlichen Veränderungen bei Mama passieren. Das ist spannend und verkürzt die „Wartezeit“.

Nun bin ich im 2. Trimester meiner Schwangerschaft angekommen und ich kann sie auch endlich geniessen. Im zweiten Teil der Blogreihe werde ich über die ersten Tritte, vom grossen Organscreening und über die Namensfindung berichten.