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Das 1. Trimester in der Schwangerschaft: wie ich uns Gutes tue.

Man sagt, eine gesunde Ernährung begünstigt das Schwangerwerden. Gut wäre also, wenn man sich schon vor dem Schwanger werden damit befasst. Und nicht nur die Ernährung ist wichtig, auch sollte man Folsäure einnehmen und sich darauf einstellen, dass einige Lebensmittel verboten sind. Wie ich zu Beginn meiner Schwangerschaft mit den verbotenen Lebensmitteln und der Übelkeit umgegangen bin, berichte ich euch hier gerne.

Bei mir waren bisher alle Schwangerschaften von einer sehr gesunden Ernährung geprägt. Schliesslich möchte ich meinem ungeborenen Kind nur das Beste geben, für einen guten Start ins Leben. Und da spielt eine gesunde Ernährung eine wichtige Rolle. Es ist wohl eher ein Klischee, dass man nur Schokolade und Essiggurken isst. Gut zu wissen ist aber, dass man sich schon vorher mit gewissen Themen befasst und man darauf gefasst ist, dass sich der Körper verändern kann. Und zwar beachtlich. Bei mir war es zum Beispiel mein Körper, der von einem Tag auf den anderen Kaffee und Schokolade mied, um alles mit Knoblauch machte ich einen riesigen Bogen und mein Obst- und Gemüsekonsum nahm enorm zu. Viele Gerüche fand ich plötzlich sehr abstossend, teilweise war es schon einschränkend. So, wie die Schwangerschaft ein Wunder ist, sind die Gelüste und Abneigungen eine Sache für sich, die man sich erst vorstellen kann, wenn man sie erlebt.

Folsäure in der Schwangerschaft beugt Fehlbildungen vor

Aber beginnen wir nochmals von vorne, bevor man schwanger wird. Was ich allen Frauen, die schwanger werden möchten, sehr ans Herz lege ist: befasst euch vorher schon mit einer gesunden Ernährung und achtet darauf, ein Folsäure-Präparat zu nehmen. Denn man weiss oft nicht genau, wann man schwanger wurde und sollte deshalb die Folsäure früh genug nehmen, und nicht zu spät. Gerade in den ersten 12 Wochen der Schwangerschaft ist Folsäure wichtig, da sie Fehlbildungen und einem offenen Rücken (Spina bifida genannt) vorbeugt. Am besten fragt man seinen Arzt also früh genug um Rat und bespricht mit ihm den Schwangerschaftswunsch, damit man optimal vorbereitet ist.

Ist denn nun eigentlich alles verboten, wenn man schwanger ist?

Kaum wird man schwanger, gibt es dann auf einen Schlag Lebensmittel, die verboten sind oder die man als Schwangere meiden soll. Kein Sushi und Tartar, kein Tomme oder Brie-Käse mehr. Wer jetzt in Panik gerät: ich kann Dich beruhigen, so schlimm ist es nicht, es gibt nur einige wenige Regeln, die es zu beachten gilt:

  • Kein rohes Fleisch, Fisch und Eier – Toxoplasmose-Gefahr
  • keinen Weichkäse wie Camembert oder weichen Rohmilchkäse
  • Salat und Obst immer gut waschen
  • keinen Alkohol
  • wenig Kaffee und Tee
  • nicht zu viel Süsses und Fettiges (wenn, dann nur hochwertige Fette wie Nüsse)
  • Viele Vollkornprodukte, Milchprodukte und viel frisches Obst und Gemüse

Mehr zu den verbotenen Lebensmitteln und warum man sie nicht essen sollte, kannst Du hier lesen.

Ich habe mir dann trotzdem auch mal Sushi gemacht – einfach die vegane Variante ohne Fisch. Oder Falafel, die ich liebe, selbst zubereitet, einfach ohne Knoblauch. Ein Eis im Sommer kann ich mir auch selbst machen, sogar ohne Zucker, nur mit frischem Obst (link zum Artikel Eis) und Naturjoghurt. So war es also gar nicht so schlimm mit all den Verboten.

Beschwerden in den ersten 12 Wochen: die Übelkeit hat es in sich

Ich habe mich von Anfang an sehr ausgewogen ernährt, mit viel Gemüse, Salaten, Vollkornbrot, Obst. Fettiges habe ich ab Beginn der Schwangerschaft gemieden, da ich es nicht vertragen habe und Süsses mag ich ja wie bereits geschrieben während der Schwangerschaft nicht. Auch wenn ich mich in den ersten 4 Wochen noch ganz wohl fühlte, und noch wenig von der Schwangerschaft merkte: ab der 5. Woche begannen bei mir die bekannten Beschwerden wie etwa die Schlappheit. Der Körper muss sich ja schliesslich an den neuen Zustand gewöhnen und arbeitet hart. In der 8./9. Woche war die Müdigkeit bei mir richtig schlimm, dann wurde es wieder besser. Nur für Sport konnte ich mich nicht richtig aufraffen. Dabei wäre es dann noch gut gewesen, als der Bauch erst unmerklich grösser war.

Bei mir gab es zudem nicht die klassische Übelkeit, sondern – wie ich sie nenne – eine Geschmackssinn-Störung: mir war oft mulmig, ich hatte (wie es viele werdende Mütter haben) in den ersten paar Wochen selten Hunger. Und ich hatte oft einen komischen Geschmack im Mund. Trotz alledem ist dabei die gesunde Ernährung sehr wichtig, schliesslich sind die ersten 12 Wochen die wichtigsten: dann nämlich werden die Zellen gebildet und der Körper des Babys entwickelt sich vom Embryo zum Fötus und schliesslich zum Baby. Gegen die Übelkeit gibt es viele Mittel, z.B.

  • Viele kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt
  • Am Morgen im Bett schon einige Salzstangen knabbern
  • Ingwer- oder Zitronentee
  • Zitrusfrüchte
  • Homöopathie
  • Kaugummi mit Minzgeschmack
  • Oft an die frische Luft gehen, lange Spaziergänge

Weitere Tipps findest du auch hier.

Gesunde Ernährung für ein gesundes Baby – aber nicht für zwei essen

Ja, und dann kommt sicher eine Frage, die sich viele Schwangere stellen: wie viel darf ich essen, was tun bei Hungerattacken? Wie viel Gewichtszunahme ist normal? Eine oft falsche Annahme geht davon aus, dass die Mutter für zwei essen soll. Das stimmt leider nicht. Der Bedarf ist zwar grösser und der Körper nimmt sich mehr Nährstoffe als sonst, jedoch ist es bis in den 4. Monat nur ca. 200-300 kcal pro Tag mehr. Bei mir kam der Hunger auch erst ab dem 4. Monat, danach nahm ich aber auch stetig zu. Ab der 13. Woche sind es ca. 400-500 kcal pro Tag, die man zusätzlich zu sich nehmen sollte. Mein Tipp ist hier einfach: nimm es locker, iss gesund und ausgewogen für dich und dein Kind, und stresse dich nicht. Du wirst nach der Geburt wieder viele Kilos verlieren und benötigst auch fürs Stillen und die Zeit mit Baby genug Reserven. Eine Diät wäre völlig fehl am Platz.

Meine 3 Must-Haves für das 1. Trimester

  • Gerade für mich als Bauchschläferin wichtig: lege dir jetzt schon ein Stillkissen für die Nacht zu, um entspannt auf der Seite zu schlafen.
  • Kaufe dir eine Massagebürste für die Haut und bürste deinen Bauch und die Oberschenkel regelmässig vor dem Einölen, das beugt Schwangerschaftsstreifen vor.
  • Ein Schwangerschafts-Tagebuch kaufen und jede Woche deine Erlebnisse und Gedanken aufschreiben. Ist dann später garantiert eine interessante Lektüre.