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Coronavirus: Bin ich als Schwangere besonders gefährdet?

Aufgrund der Corona-Krise erreichen mich täglich viele Anfragen von Schwangeren über die Gefahr des Coronavirus für Schwangere und das ungeborene Kind. Die Sorge der werdenden Mütter ist verständlich und die Belastung für Schwangere, deren Partner und Familien ist in der aktuellen Situation extrem. Die gute Nachricht ist, dass es momentan keinen Anhalt dafür gibt, dass die Schwangere und ihr Baby besonders gefährdet wären für das Virus. Sie benötigen daher keinen besonderen oder anderen Schutz im Vergleich zu nicht Schwangeren. Es gelten aber natürlich die gleichen Regeln wie das «social distancing» in Bezug auf Freunde und den erweiterten familiären Kreis, die hygienischen Vorschriften, das Fernbleiben von öffentlichen Plätzen und Menschengruppen, das Tragen von Masken zum eigenen Schutz und dem von anderen sowie das Melden von Symptomen beim Hausarzt.

Typische Symptome eines Corona-Infektes sind Halsweh, Fieber, Schnupfen, grippale Symptome, Geruchs- und Geschmacksverlust, Gliederschmerzen, Diarrhoe und starke Müdigkeit oder Erschöpfung. Nach jetzigem Wissen beziehungsweise aufgrund der bisherigen Erfahrungen vor allem aus China, Italien und Spanien ist das Coronavirus nicht auf das ungeborene Kind übertragbar und es wurden bisher auch keine Infekte bei Neugeborenen, also eine Ansteckung des Babys, gesehen. Dennoch sollte sich eine Schwangere bei Symptomen dringend testen lassen.

Momentan können aber Corona-Virus-Tests nicht bei allen Ärzten durchgeführt werden, sondern nur an bestimmten Stellen und auch nicht an allen Laboratorien. Bei Unklarheiten kann die Hotline des BAG (058 463 00 00) oder ein Spital in Deiner Region kontaktiert werden. Es gibt bisher keine Verpflichtung, symptomlose Schwangere vom Arbeitsplatz zu entfernen beziehungsweise von der Arbeit freizustellen. Dennoch wird empfohlen, eine Homeoffice-Tätigkeit anzustreben, um eine Schwangere vor einer Corona-Infektion zu schützen. Schwangere sind generell anfällig für virale Erkrankungen, wie auch die saisonale Grippe, und haben geringere Abwehrkräfte. Daher wäre es im Sinne des Betriebes aktuell Schwangere und ihr Ungeborenes besonders zu schützen.

Zum Abschluss noch einige Tipps zum Schutz vor Corona:

Handhygiene

Das Coronavirus wird über Niessen, Husten und alle Arten von Tröpfcheninfektion übertragen. Die Einhaltung der Hygieneregeln ist daher die wichtigste Massnahme!

  • Trage im ÖV Handschuhe, um Dich nicht an Türgriffen, Automaten usw. zu infizieren.
  • Türgriffe, Computertastaturen und Handys sind die grössten Bakterien- und Virenschleudern. Desinfiziere Deine Hände, nachdem Du öffentliche Automaten/Computer etc. benutzt habst.
  • Verzichte auf die üblichen Begrüssungszeremonien (kein Händeschütteln, keine Küsschen!)
  • Wasch Deine Hände auch bevor Du auf die Toilette gehst und natürlich nachdem Du auf der Toilette warst.
  • Wasch die Hände, wenn Du nach Hause, ins Büro beziehungsweise an Deinen Arbeitsplatz kommst.
  • Wasch Deine Hände vor dem Essen.
  • Mit den Händen nur an die Augen, wenn Du diese zuvor gewaschen hast.

Gesunder Lebensstil

Die Basis für ein intaktes Immunsystem sind:

  • ausreichender Schlaf
  • eine ausgewogene Ernährung (frisches Obst und Gemüse)
  • reichlich Vitamin C in Form von Zitrusfrüchten oder heissem Zitronensaft mit Honig unterstützen das Immunsystem
  • Bewegung (am besten im Freien)
  • Räume öfters, aber nur kurz lüften (2–3 Min), nicht zu warm heizen (hilft auch der Umwelt)
  • Stressvermeidung

Ich hoffe, dass ich Euch einige Fragen zur aktuellen Situation beantworten konnte.
Bleibt bitte gesund und kommt gut durch die Schwangerschaft.

Euer Prof Breymann und das Lidl Team